Montag, 30. Januar 2012

Roseneis

ist nur eines der wundersamen, und doch total leckeren Spezialitäten von Uri Buri, den wir in Akko endlich wiedersahen...
Zunächst war die Gebetswoche für die Einheit der Christen weiterhin sehr bereichernd. Am Dienstag waren die Lutheraner in der deutschen Erlöserkirche dran, dann die Katholiken im Lateinischen Patriarchat, wo der Patriarch auch selbst da war; und dann waren am Donnerstag unsere benediktinischen Mönche an der Reihe, die im Abendmahlssaal das Gebet organisierten.
Am Freitag waren wir dann vormittags mit unseren zwei Professoren Petra Heldt und Jürgen Krüger in der Grabeskirche, wo wir auch das bisher "unentdeckte" zweite Geschoss der Armenier besuchten.
Dann holten wir (Brinthanan, Andreas und ich) unser Auto ab und fuhren erst einmal zu einer Tropfsteinhöhle, die wir unbedingt sehen wollten. Wir kamen auf Umwegen dann rein und konnten die schönen Formationen bewundern, die dort bei einem Steinbruch unter der Erde entdeckt wurden.
Danach fuhren wir zu einem Aussichtspunkt am Rande des Städtchens Sdeirot, was öfter auch von den Raketen aus Gaza heimgesucht wurde. Dort konnten wir den Gazastreifen überblicken, bevor wir gegen Sonnenuntergang einen Zwischenstopp in Ashkelon einlegten, wo wir dann endlich direkt am Meer waren und etwas auf der Mole entlangspazierten, bis das stürmische Meer mit einer scheinbar beiläufigen Bewegung uns von oben bis unten quatschnass machte und wir etwas bedröppelt auf die Wellen schauten, bevor wir selber lachen mussten.
Dann sind wir also in unser Nachtquartier, ein nettes Apartment in Tel Aviv, gefahren, und aßen noch zu Abend im Pasta Mia, ein toller Italiener.
Am nächsten Morgen standen wir sehr gemütlich auf und frühstückten noch gemütlicher in Jaffa auf dem sonnenbeschienenen Balkon eines tollen Cafés, während wir über Argumente nachdachten, warum wir dies doch verdient hätten...
Danach gings in den Norden zu einem Karmeliterkloster, und ins Drusendorf, Süßigkeiten kaufen. Dementsprechend gesättigt kamen wir in Haifa an, wo wir die wunderschönen Bahai-Gärten bestaunten. Sie sind zwar wirklich auch alles, was es in Haifa zu sehen gibt, aber dennoch einen Besuch wert!
Am nächsten Morgen ging es zunächst in die eher evangelikal wirkende, katholische Messe im Kloster Stella Maris ("Meeresstern", ein Symbol für Maria). Dann besuchten wir noch Rosh haNikrot, eine Meeresklippe an der libanesischen Grenze, wo man unterhalb einige meerbespülte Grotten sehen kann, und dazu einen schrecklich schönen Film von einer Braut, die hier ertrank und nun über den Ort wacht usw... Daraufhin schlossen wir unsere Tour mit einem langersehnten zweiten Besuch bei Uri Buri in Akko ab, wo uns wieder ein wahres Festmahl aufgetischt wurde... ich wage gar nicht, alles aufzuzählen... tja, und mit einer langen, aber entspannten Heimfahrt endete unser sehr erholsamer Urlaub vom allzu theologischen Beit Joseph: Man muss ja auch leben.
In diesem Sinne,
Euer Jakob

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