Samstag, 7. April 2012

Er ist wahrhaftig auferstanden!

So lautet der traditionelle Osterruf, mit dem wir Christen die Auferstehung Jesu Christi verkünden, und damit den unerwarteten, ein für allemal geltenden Sieg des Lebens über den Tod.
In dieser Woche habe ich zusammen mit Adrian die ganze Stadt noch einmal gesehen, vor allem die Altstadt; die Märkte, die Kirchen, den Ölberg. Zugleich waren überall die Vorbereitungen für das Pessach-Fest der Juden zu spüren - es gab kein vernünftiges Brot mehr, sondern nur Mazze, das in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten gegessen wird. - Aber ich war natürlich eher mit den christlichen Feiertagen beschäftigt.
Am Karfreitag Morgen gingen wir (alle protestantischen Kirchen) in einer tief bewegten Prozession den Kreuzweg und endeten in der deutsch-lutherischen Erlöserkirche. (Dies ist im Internet auf Tagesschau.de zu sehen.) Am Samstag Abend besuchten Brinthi, Adrian, seine Mutter und ich dann die traditionelle Ostervigil in St. George bei den Anglikanern, um das wiedererstandene Licht zu feiern, unseren Taufbund zu erneuern und die Eucharistie zu empfangen.
Mit diesem Hoffnungszeichen werde ich nun nach Deutschland zurückkehren. Ich danke allen, die Anteil an meinem Leben hier genommen haben! Vielleicht gibt es eines Tages eine Fortsetzung...
Macht's gut und Frieden sei mit euch!
Euer Jakob

Montag, 2. April 2012

Da waren's nur noch Neunzehn

denn Lars und Stefan, die hier die besten Freunde geworden sind, haben sich bereits verabschiedet.
Am Montag hatten wir nochmal einen letzten "normalen" Vorlesungstag, bevor wir am Dienstag unsere letzte Exkursion, nämlich in die Shephelah, das Hügelland, hatten, wieder einmal mit dem Archäologen aus Beer-Sheva, Gunnar Lehmann. So haben wir also jetzt ständig irgendwelche "letzten" Sachen...
Am Mittwoch war dann also tatsächlich unser letzter Vorlesungstag. Donnerstag hatten wir frei, und ich war mit Brinthi zur Entspannung in Tel Aviv, wo wir von einem Café ins andre gewandert sind.
Am Freitag war der große Abschlusstag, mit Gottesdienst und Abschlussfeier. Besonderer Höhepunkt war natürlich die Nachahmung der Spülteams durch Spülteam 2 (dem ich natürlich angehöre), wobei wir uns zum Schluss mit vertauschten Rollen auch selbst nachäfften.
Nach einem Wochenende voller Feriengefühle, aber eben auch der ersten Abschiede, hoffe ich nun, dass Adrian sicher gelandet ist, und ich ihn um sechs treffen werde, damit ich anfangen kann, ihm Jerusalem zu zeigen, bevor wir gemeinsam wieder nach Deutschland reisen werden.
Soweit erstmal, bis bald!!
Euer Jakob