Montag, 26. September 2011

Sugar Rush

..."Zucker-Rausch" heißt eine Kneipe, da ich nun endlich mal nachts in der Neustadt unterwegs war... so ganz war es allerdings nicht mein Ding, die Musik gefiel mir nicht (für die Eingeweihten: es war so ähnlich wie in Tübingen, Blauer Turm). Sugar Rush holt man sich da besser bei arabischen Süßigkeiten und der sonntäglichen Torte hier im Beit Joseph... (Ich weiß, wir sind verwöhnt) Zumindest war ich mal im koscheren McDonalds, wo es... interessant schmeckt... außerdem war es total leer wegen Shabbat. Ganz ungewohnt, da in Tü selbst zu den unmöglichsten Tages- und Nachtzeiten der Macces gerammelt voll ist.
Man sieht, es war eine kleine Erholungswoche... aber nicht nur! nach zwei Tagen frei (Di und Mi) hatten wir am Donnerstag unseren Studientag mit der Rabbinerin Nina Redl, die ursprünglich aus Südtirol stammt, in den USA als Professorin lehrt und hier als Rabbinerin und Krankenschwester tätig ist - eine sehr vielseitige Person. Sie erzählte uns einiges über die verschiedenen Richtungen des Judentums, das mindestens so uneinheitlich ist wie das Christentum. Daher das berühmte Sprichwort: Zwei Juden, drei Meinungen. Das Wochenende habe ich hauptsächlich in der Bibliothek zugebracht, weil ich es eben nicht lassen kann, sowas durchzustöbern. Besonders interessant fand ich den "Guide for the Perplexed" von Moshe ben Maimon, aus dem Mittelalter, wo er versucht, die Bibel verständlicher zu machen. Nebenbei brannte am Freitag auf dem Parkplatz direkt vor unserm Haus noch ein Auto ab. (Offenbar ist es nicht unüblich, sein Fahrzeug auf diese Weise 'diskret' zu entsorgen.)
Joa... ansonsten war heute wieder Archäologie dran (Davidsstadt), wobei es echt interessant war, durch all diese Tunnel unter der (noch älteren) Alt-Altstadt zu laufen... Außerdem mussten wir unseren inzwischen beliebten Ivrit-Lehrer Eran verabschieden, der jetzt überraschend für drei Jahre nach Straßburg geht.
Nun ja, soviel für heute...
Also, bis denn,
Euer Jakob

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